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Engagiert. Sachbezogen. Bürgernah.

    Der Freie Wähler Kreisverband Bautzen e. V.

    Im Dialog

    Zur Podiumsdiskussion:

    Termin:

    16. April 2026
    Einlass: 18:30 Uhr
    Beginn: 19:00 Uhr

    Ort und Adresse:

    Stadttheater Kamenz, Großer Saal
    Pulsnitzer Str. 11, 01917 Kamenz

    Tickets 5,00 € p. P.:

    ab 31. März über 
die Kamenz-Information
    Restkarten am 16. April ab 18:30 Uhr vor Ort
    Achtung: Es sind nur 240 Plätze verfügbar!

    Unterstützung:

    KV der Freien Wähler Bautzen e. V.
    Haus und Grund Kamenz e. V.
    GRAPHIXER GmbH

    Die Karten werden neu gemischt – und Kamenz ist dabei.

    Als am 20. Februar die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung zum ersten Mal am Kiosk lag, war sie in Dresden und Leipzig binnen Stunden ausverkauft. 43.000 Exemplare – und ein Signal, das weit über den Zeitungsmarkt hinausreicht. 

    Denn wo sich westdeutsche Mediengruppen aus der regionalen und lokalen
    Berichterstattung gerade im Osten Deutschlands zurückgezogen haben, geht die OAZ rein. Mit der Berliner Zeitung und der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung zeigt Verleger Holger Friedrich Stimmen, Sichten und Meinungen, die sonst kaum oder nicht zu lesen sind. 

    Es geht um das Selbstbewusstsein der Menschen in Ostdeutschland. Um den Stolz auf die eigene Lebensleistung. Und um das Potenzial, das in unseren Regionen sichtbar ist – und das endlich auch im Westen Deutschlands in starkem Maße aufgezeigt wird. 

    Das Erscheinen der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung hat eine Debatte ausgelöst, die weit über das Medienfachliche hinausgeht – es geht um die Frage, wer in Deutschland den öffentlichen Diskurs prägt und wessen Perspektive dabei fehlt. Genau das macht sie als Thema für die Veranstaltung in Kamenz so spannend.

    Wer prägt medial das Gesicht Ostdeutschlands – und warum ist es Zeit, dies zu ändern.

    Holger Friedrich

    Holger Friedrich – der einzige ostdeutsche Verleger und Inhaber einer Mediengruppe in Deutschland. Von der Schlosserlehre über McKinsey zum Verleger der Berliner Zeitung. Mit der Ostdeutschen Allgemeinen Zeitung – deren Holding er bewusst in Dresden gegründet hat – gibt er dem Osten eine eigene mediale Stimme. Nicht gegen den Westen. Aber mit einer Perspektive, die in den großen Medienhäusern bisher fehlt.

    Prof. Carsten Gansel

    Prof. Carsten Gansel – Germanist, Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates der Arbeitsstelle für Lessing-Rezeption in Kamenz, Bundesverdienstkreuz-Träger und Spiegel-Bestseller-Autor. Gansel hat gerade mit „Ausradiert? Wie die Literatur der DDR verschwand” (Reclam 2026) ein viel beachtetes Buch vorgelegt, das bundesweit für Aufsehen sorgt. Darin zeigt er, wie nach 1990 Millionen Bücher vernichtet, Verlage für wenige D-Mark veräußert und Autoren pauschal abgeurteilt wurden. Die Welt am Sonntag, der Freitag, der Nordkurier, SWR Kultur und WDR 3 haben das Buch besprochen. Gansels These: Die Literatur der DDR steht für den Umgang mit dem Osten insgesamt – das westliche Modell wurde 1:1 übertragen, in Wirtschaft, Wissenschaft, Medien und Kultur.

    Themen im Überblick: 

     AnstrichWo sich westdeutsche Mediengruppen zurückziehen, geht die OAZ rein – warum und mit welcher Perspektive?

     AnstrichDie Karten werden neu gemischt: Was bedeutet die OAZ für den gesamtdeutschen Diskurs?

     AnstrichSelbstbewusstsein, Stolz auf die eigene Lebensleistung und das Potenzial der Regionen – wie wird das sichtbar?

     AnstrichWie gelingt es uns Diskurse zu eröffnen und Machtverhältnisse in der Medienland-schaft sichtbar zu machen?

     AnstrichOffenheit oder schwarz-weiß denken?

     AnstrichAusradiert? – Wie die Literatur der DDR verschwand und was das über den Umgang mit dem Osten insgesamt aussagt

     AnstrichWelche Rolle spielen Medien beim Zusammenwachsen – oder beim Aus-einanderdriften?

     AnstrichOffener Austausch und Publikumsgespräch

    Moderation und Beginn:

    Roland Dantz

    Roland Dantz verfügt über langjährige kommunalpolitische Erfahrung und bringt als gelernter Maurermeister eine bodenständige, praxisnahe Perspektive ein. Er ist politisch wach, meinungsstark und streitbar, setzt aber konsequent auf Dialog als Grundlage tragfähiger Lösungen. Aktuell ist er Vorsitzender des Kreisverbandes Freie Wähler e. V. und Fraktionsvorsitzender im Kreistag Bautzen. Als Gesprächsleiter führt er die Runde strukturiert, kritisch und publikumsnah.